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3D-Cameras, 3D-Film, 3D-TV

3D-Cameras sind Kamerasysteme, die die bildliche Darstellung von Entfernungen einer
ganzen Szene erlauben. Dies im Gegensatz zu normalen Analog- oder Digitalkameras,
die Graustufen oder Farbwerte der Objekte darstellen, zu Temperaturkameras (Darstellung
von Oberflächentemperaturen) oder Falschfarbenkameras (z. B. Infrarotkameras, Spektralkameras).

3D-Cameras werden zum einen dazu verwendet, um dem Betrachter einen räumlichen
Eindruck zu vermitteln (vor allem Stereosysteme). Zum anderen werden sie in der Technik
für die Vermessung oder Steuerung/Automation gebraucht. Verschiedene Systeme können
eine 3D-Abbildung ihrer Umgebung erreichen:

Stereokameras: Hierbei wird die Umgebung mit zwei Kameras gleichzeitig aufgenommen. Der
Abstand der Kameraobjektive entspricht üblicherweise dem menschlichen Augenabstand. Das
resultierende Bildpaar wird den Augen des Betrachters getrennt vorgelegt, wodurch ein räumlicher
Eindruck entsteht. Die Bilder können auch in einem Rechner verarbeitet werden und so die Distanz
zu Objekten gemessen werden.
Triangulationssysteme bei denen eine Lichtquelle ein definiertes Muster auf das Objekt abbildet.
Eine Kamera nimmt dieses Muster aus einem anderen Blickwinkel auf und berechnet aus der
Verzerrung die Distanz

 

3D Film

Ein 3D-Film (dreidimensionaler Film, auch korrekter stereoskopischer Film oder veraltet Raumfilm) ist
ein Film, der dem Zuschauer durch stereoskopische Verfahren ein bewegtes Bild mit einem Tiefeneindruck
für stereoskopisches Sehen vermittelt. 3D-Filme mit besonderen Spezialeffekten werden manchmal aus
Marketinggründen als 4D-Filme bezeichnet.

Die Aufnahme eines 3D-Films erfolgt mittels Stereokameras, die Wiedergabe mit Hilfe eines 3D-Displays,
also die Darstellung durch einen Bildschirm oder durch eine Projektion. Das räumliche Sehen wird durch
den Abstand der beiden Augen ermöglicht. Beim Film arbeitet man mit zwei Objektiven, die ebenfalls in
einem Abstand auseinanderliegen, um so den stereoskopischen Effekt zu ermöglichen. Wird dem Auge
jeweils das richtige Bild zugeführt, entsteht ein räumlicher Eindruck. Durch den Abstand der Objektive kann
der räumliche Effekt vergrößert werden, allerdings ordnet das menschliche Gehirn dann alles auch als kleiner ein.

Die erste Blütezeit der 3D-Filme war in den Jahren 1953 und 1954, als immer mehr Zuschauer den Kinos
fernblieben und sich lieber das preiswerte Fernsehen ansahen. Filmproduzenten versuchten Zuschauer mit
immer neuen Erfindungen ins Kino zurückzulocken. Da es über das Schwarz-Weiß-Fernsehen nicht möglich
war, 3D-Filme zu zeigen, war der 3D-Film eine der Attraktionen, die nur im Kino angesehen werden konnten.
Aus ähnlichen Gründen wird die 3D-Technik seit 2008 wieder verstärkt lanciert.

3D-TV

3D-TV ist die Abkürzung für 3D-Television und damit für eine Fernsehübertragung von Videosignalen
getrennt für das linke und rechte Auge, so dass der Eindruck von räumlicher Tiefe entsteht.

Das Videosignal wurde dafür bereits getrennt im Stereoskopie-Verfahren aufgenommen und kann auf
mehrere Arten im Fernsehsignal zum Zuschauer nach Hause eingebettet werden. Bereits mit dem
Aufkommen vom Farbfernsehen wurden stereoskope Inhalte anaglyph gesendet. Dazu wird das
Videosignal für das eine Auge vom roten Farbanteil und für das andere Auge vom blauen Farbanteil
befreit und wieder übereinander gelegt. Zum Betrachten werden dann rot-blaue 3D-Brillen benötigt,
aber auch andere Farbkombinationen lassen sich dafür einsetzen.

Eine andere Möglichkeit ist das Übertragen der zwei Videosignale in getrennten Videostreams oder
in einem Videostream aufgeteilt nach Fields (zeilensequentiell). Der Vorteil dabei ist, dass die Farben
erhalten bleiben und es auch möglich ist, nur ein Videosignal anzeigen zu lassen, wobei dann aber beim
letzterem das gewohnte 2D-Bild übrig bleibt, aber es auf normalen Fernsehgeräten vernünftig anzeigen lässt.
Wenn beide Videosignale vollfarbig in Stereo-3D angezeigt werden sollen, muss das Bild erst wieder in
Echtzeit bearbeitet werden. Es wird bei jedem geraden Field (Halbbild) nur das Bild für das eine Auge
gezeigt und bei jedem ungeraden Field das andere Bild, und der Zuschauer benötigt zum Anschauen eine
Shutterbrille, die kurzzeitig das Bild für das falsche Auge ausblendet. Die Farbechtheit bleibt erhalten, aber
durch die periodische Filterung können Ermüdungseffekte bei den Zuschauern entstehen. Diese Übertragungsart
(field-sequential) wird nicht im TV-Regelbetrieb eingesetzt, sondern nur bei speziellen „Interlace-3D“-DVDs.

Die weltweit eingesetzte HD-taugliche 3D-TV-Variante mit zwei anamorph komprimierten Videostreams in einem
HD-Kanal nennt sich „side-by-side“ (nebeneinander), abgekürzt SBS. Sie kann von jedem HDTV-Receiver empfangen
und an einen modernen 3D-ready-TV weitergeleitet werden, der die beiden Teilbilder auf das volle 16:9-Format entzerrt
(deshalb mit leichten Auflösungsverlusten) und z. B. mit 100 bzw. 120 Hz Bildwechselfrequenz einander überlagernd
darstellt. Die zur 3D-Trennung notwendigen LCD-Shutterbrillen werden von einem zusätzlichen Infrarot-Sender
synchronisiert, mit je nach 3D-TV-Hersteller unterschiedlichen Parametern. Eine andere 3D-Wiedergabemethode ist
zeilensequentiell mit zirkularer Polarisation, d. h. eine einfache Polarisationsbrille trennt das linke Bild
(z. B. linksdrehend polar.) und das rechte Bild voneinander, wobei die vertikale Auflösung halbiert wird.

Der Satellitenbetreiber Eutelsat strahlte von 2009 bis 2011 auf Eurobird 9 einen Testsender mit Stereo-3D-Material
u. a. von Sensio aus.[1] Auch SES Astra betrieb seit dem 5. Mai 2010 auf 23,5 Grad Ost einen frei empfangbaren
Demokanal mit dreidimensionalen Inhalten, inzwischen nur noch auf Astra 19 Grad Ost.[2] Seit dem 3. Oktober 2010
sendet Sky Deutschland auf Astra 19 Grad Ost, 12382 MHz hor., SR 27500, FEC 9/10, DVBS2, QPSK einen 3D-TV-Kanal,
der tagsüber meistens unverschlüsselte 3D-Demos zeigt.

Bei Servus TV wird zeitweise nachts ein kurzer Stereo-3D-Film mit einer Skiabfahrt in den Alpen im ColorCode-Verfahren
gesendet, das ist eine modernere Variante der Farb-Anaglyphen mit gelb-blauen 3D-Brillen.
Quelle: wikipedia.org

 

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